Wie wirkt sich unsere ständige Präsenz in der digitalen Welt auf uns aus? Den Drang zur Selbstdarstellung auf die Spitze getrieben, das hat Patrick Siegfrid Zimmer in seinem Debütfilm „Anhedonia – Narzissmus als Narkose“. Der Hamburger war bis jetzt musikalisch unter dem Pseudonym finn unterwegs, nun kommt am 31.03. seine Realsatire auf die Leinwände. Mit im Boot sind Robert Stadlober (kennt man aus crazy oder Krabat), Paula Kalenberg (Die Wolke) und auch Blixa Bargeld, Ikone des Berliner Westens der 70er Jahre. Ich hab mir den Film vorab für euch angeschaut.

Wer Skurriles mag, dem sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt. Robert Stadlober glänzt in der Darstellung des trotzigen Narzissten, der seine eigene Krankheit nicht erkennt. Anhedonia überzeugt mit einer Handlung, die überraschend und verwirrend zugleich ist. Die offen bleibenden Fragen können auf individuelle Weise beantwortet werden. Oder man nimmt dieses Werk einfach wie es ist: bizarr.

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